45 Jahre Engagement für Menschen mit Beeinträchtigung in Gmunden
Die Werkstätte Gmunden der Lebenshilfe Oberösterreich feiert heuer ihr 40-jähriges Jubiläum, gleichzeitig feiert die Arbeitsgruppe Gmunden ihr 45-jähriges Bestehen. Am 15. April wurden diese Jubiläen in der Lebenshilfe-Werkstätte Gmunden gefeiert. Als Ort für Begegnungen, Zugehörigkeit und Teilhabe ist die Lebenshilfe-Werkstätte offen für regionale Projekte und sucht neue Auftraggeber für Industriearbeiten.
Im Jahr 1981 wurde die Arbeitsgruppe Gmunden als regionale Außenstelle des Vereins Lebenshilfe Oberösterreich gegründet und Vorbereitungen für den Bau einer Werkstätte für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung getroffen. Fünf Jahre später konnte im Ortsteil Mühlwang eine Werkstätte eröffnet werden. 2004 übersiedelte die Werkstätte Gmunden in die Georgstraße, wo sie heute 47 Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ein breit gefächertes Arbeits- und Beschäftigungsangebot bietet.
„Was einst als Initiative engagierter Eltern begann, hat sich zu einem wichtigen Ort entwickelt, an dem Menschen arbeiten, dazugehören und ihren Platz in der Gesellschaft finden“, sagt Arnold Bauer, Obmann der Arbeitsgruppe Gmunden, der sich seit 27 Jahren ehrenamtlich für Menschen mit Beeinträchtigung engagiert. Mitgefeiert hat auch Gründungsmitglied Kurt Ebner, der die Entwicklung der Lebenshilfe in Gmunden von Beginn an begleitet und über viele Jahre hinweg maßgeblich mitgeprägt hat. Als emotionaler Höhepunkt der Jubiläumsfeier wurden Beschäftigte für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Lebenshilfe-Werkstätte geehrt.
Kooperationen und Begegnungen in der Region als Rezept für Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung
„Es gibt in Gmunden niemanden, der die Lebenshilfe nicht kennt“, freut sich Stefanie Huemer, Leiterin der Lebenshilfe-Werkstätte Gmunden. Dazu trägt das große Engagement der Arbeitsgruppe bei, aber auch die Offenheit der Lebenshilfe-Werkstätte. „Wir haben zu Praktika von Schüler: innen noch nie nein gesagt und forcieren Begegnungen von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung wie etwa beim Gesundheitstag oder Projekten mit der Gesunden Gemeinde“, sagt Stefanie Huemer.
Aktuell ist die Lebenshilfe-Werkstätte auf der Suche nach neuen Auftraggebern für Industriearbeiten wie etwa Sortierarbeiten, Teilmontagen oder Schachteln falten. „Dadurch ergeben sich für Menschen mit Beeinträchtigung sinnstiftende, abwechslungsreiche Tätigkeiten. Laufen, Wuppermann, Design Max, Promot, HUUM oder Connexurban zählen bereits zu unseren Auftraggebern“, erklärt Stefanie Huemer. Auch Mitarbeiten direkt in Unternehmen im Rahmen der Integrativen Beschäftigung ist möglich.
Bei der Jubiläumsfeier der Lebenshilfe-Arbeitsgruppe Gmunden und der Lebenshilfe-Werkstätte Gmunden wurden Beschäftigte für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Werkstätte geehrt.
45 Jahre Engagement für Menschen mit Beeinträchtigung in Gmunden
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Bild 1: 45 Jahre Engagement für Menschen mit Beeinträchtigung in Gmunden
30.4.2026