Special Olympics Sportler:innen der Lebenshilfe aus dem Bezirk Perg trotzen der Hitze und holen acht Medaillen

Zwei Goldmedaillen, fünf Mal Silber und eine Bronzemedaille – so lautet die erfreuliche Bilanz der Sportler:innen der Lebenshilfe OÖ aus dem Bezirk Perg bei den Special Olympics Sommerspielen in Wien. Die Bewerbe fanden von 25. bis 30. Juni statt. Trotz den hohen Temperaturen zeigten die Athlet:innen beeindruckende Leistungen und großen Einsatz.

Rund 1.800 Athlet:innen mit intellektueller Beeinträchtigung traten bei den 9. Special Olympics Sommerspielen in 15 Sportarten an. Vier Outdoor-Bewerbe mussten aufgrund der Hitze abgesagt werden. Die Lebenshilfe OÖ war insgesamt mit 94 Sportler:innen vertreten, 25 davon kommen aus dem Bezirk Perg. Sie traten in den Sportarten Boccia, Stocksport, Fußball, Schwimmen, Reiten und MATP (Motor Activity Training Program) – einer Sportart für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf – an. 

Eine berührende Eröffnungsfeier und ein gemeinsamer Weltrekordversuch bei der Abschlussfeier unterstrichen das Gemeinschaftsgefühl, das die Special Olympics Bewegung auszeichnet. Bei den Wettbewerben herrschte trotz der Hitze absolute Konzentration und die Athlet:innen stellen ihr Können souverän unter Beweis.

Erfolgreich in vielen Disziplinen

Im MATP-Bewerb mit zehn Stationen erreichte Martin Naderer aus dem Lebenshilfe-Wohnhaus Grein den zweiten Platz. Im Boccia-Doppel durften sich Alina Arutiunova und Stefan Lumetsberger sowie Christine Grünberger und Michael Käferböck, alle Beschäftigte der Lebenshilfe-Werkstätte Grein, über Goldmedaillen freuen. Silber holte das Team bestehend aus Dalibor Topic und Alois Walter. Im Stocksport Ziel- und Lattenbewerb holten die Sportler:innen der Lebenshilfe-Werkstätte Grein Gerald Naderer und Petra Hörmann den zweiten beziehungsweise dritten Platz. Die Fußballmanschaft, die sich aus Sportler:innen der Lebenshilfe OÖ in Grein und Perg zusammensetzt, freute sich über die Silbermedaille.

Philipp Luftensteiner, Beschäftigter der Werkstätte Perg, qualifizierte sich in den Vorrunden im Schwimmen für die leistungsstärkten Gruppen. Dort erzielte er persönliche Bestzeiten im Brustschwimmen, Rückenschwimmen und in der Staffel. „Die Teilnahme an den Special Olympics war für Philipp eine großartige Erfahrung“, freut sich seine Mutter Barbara Luftensteiner, Obfrau der Lebenshilfe-Arbeitsgruppe Perg. Auch seine Kollegin aus der Werkstätte Perg, Ursula Helperstorfer, zeigte eine starke Leistung. Sie erreichte im Reitwettbewerb den zweiten Platz und gewann damit eine Silbermedaille.

Der Leiter des Lebenshilfe-Wohnhauses in Grein, Lothar Pühringer, war bei den Sommerspielen als technischer Delegierter für die Boccia-Bewerbe im Einsatz. Er zeigte sich beeindruckt von den sportlichen Höchstleistungen der Teilnehmer:innen und der Professionalität der Trainer:innen. Für Pühringer hatten die diesjährigen Special Olympics zudem eine besondere Bedeutung: Nachdem er die Bewerbe seit 1998 begleitet hat, waren es seine letzten Sommerspiele in der Funktion des technischen Delegierten.

2.7.2026