Werkstätte Bad Ischl feiert 50 Jahre Teilhabe, ein Abend voller Begegnungen

Die Lebenshilfe-Werkstätte Bad Ischl feierte am 23. April ihr 50-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsfeier in der alten Kurdirektion. Der Abend machte deutlich, was ein halbes Jahrhundert Werkstätten Arbeit bedeutet: gelebte Inklusion im Alltag. Beschäftigte, Unterstützer: innen, Wegbegleiter:innen, Mitarbeiter: innen und Gäste aus der Region feierten gemeinsam.

Bereits am Vormittag bereiteten Beschäftigte der Werkstätte gemeinsam mit Schüler: innen der HLW Bad Ischl Fingerfood für die Abendveranstaltung vor. Diese Zusammenarbeit zeigte schon vor dem offiziellen Beginn, worum es bei dem Jubiläum im Kern ging: Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, die auf Augenhöhe miteinander wirken

Geschichte, Erinnerung und ein besonderes Jubiläum

Die Geschichte der Werkstätte wurde lebendig, von den Anfängen am Kalvarienberg bis zur heutigen Einrichtung die auf die Bedürfnisse von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung abgestimmt ist. Ein besonderer Moment war die Würdigung von Alois Maringer, der seit 50 Jahren in der Werkstätte Bad Ischl beschäftigt ist. Lebenshilfe Geschäftsführer Mag. Gerhard Scheinast bedankte sich für die Arbeit der Einrichtungsleiterin Regina Nußbaumer, die das Jubiläum gestaltet hat und würdigte das unermüdliche Engagement der Arbeitsgruppe unter Ferdinand Pfarrhofer. „Es ist so schön zu sehen, mit welcher Freude Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam diesen Abend erleben. Es ist ein Moment, den wir gemeinsam nutzen können, um uns auch bei unseren Unterstützer: innen über Jahrzehnte hinweg zu bedanken", sagte Nußbaumer. Alexander Forster, Leiter des Wohnhauses Bad Ischl, berichtete von der Entwicklung des Lebenshilfe Wohnhauses Bad Ischl über die vergangenen 34 Jahre hinweg.

Poesie, Performance und ein gemeinsamer Abend

Den kulturellen Mittelpunkt des Abends bildeten zwei Auftritte. Christian Hochgatterer las aus dem Werk „söbstendig“ von Peter Gstöttmaier zum Thema Loslassen, Moderatorin Erika Preisel führte durch das Programm. Poetry Slammerin Mieze Medusa performte ihr eigens für die Lebenshilfe-Werkstätte Bad Ischl verfasstes Werk „Was ist schon normal?" und rückte das Thema Normalität und Teilhabe auf poetische Weise ins Zentrum des Abends. DJ Wolf sorgte im Anschluss für einen lebendigen Ausklang, bei dem Gäste, Beschäftigte und Mitarbeiter:innen gemeinsam feierten.

Interview-Bus lädt zum Mitmachen ein

Das Jubiläum endet nicht mit der Feier. Noch bis 25. Juni steht im Garten der alten Kurdirektion ein Bus der Lebenshilfe OÖ, in dem Beschäftigte der Werkstätte Bad Ischl

Werkstätte Bad Ischl feiert 50 Jahre Teilhabe, ein Abend 
voller Begegnungen

Im Garten der alten Kurdirektion versammelten sich Gäste, Beschäftigte und Wegbegleiter:innen zum Jubiläumsfest „50 Jahre Werkstätte Bad Ischl der Lebenshilfe Oberösterreich"

30.4.2026