Was ist normal?
Dieser Frage ging die Werkstätte der Lebenshilfe Oberösterreich in Grein anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums auf den Grund und hat dazu einen künstlerischen Stadtrundgang mit 13 Stationen durch Grein gestaltet.
Dazu Lebenshilfe-Werkstättenleiter Walter Edtbauer: „Wir wollen das Jubiläum nutzen, um zu zeigen, was wir können. Unsere Künstler*innen nehmen nicht die Rolle der Bedürftigen ein, sondern treten selbstbewusst auf und sind ein Teil unserer Gesellschaft wie jeder andere Mensch auch.“
13 Beiträge zum Nachdenken
Die Künstler*innen des Kunstatelier der Lebenshilfe-Werkstätte in Grein haben unter der Leiterin der Gruppe, Sarah Kamleitner, und den Künstler*innen Anna Maria Brandstätter und Willibald Katteneder 13 Beiträge zum Nachdenken gestaltet. Vom Atelier „most ART“ der Lebenshilfe in Niederösterreich gibt’s einen Gastbeitrag.
So thematisiert ein riesiger Schachtelberg die Konsumgesellschaft, ein Fußgängerparkplatz weist auf die Vorliebe zum Einordnen ein und ein Verkehrsschilder-Strauß auf den wild wachsenden Schilderwald an Vorschriften. Bei der 11. Station gibt’s eine Auswahl der im Vorfeld zur Ausstellung in der Bevölkerung gesammelten Antworten zur Frage „Was ist normal?“ Und so unterschiedlich die Antworten auch waren, so eindeutig ist das Ergebnis: „Normal ist vieles. Normal ist gefährlich. Normal ist so unterschiedlich wie wir Menschen. Aber vor allem: Normal ist die Vielfalt.“
Bis 30. September im Stadtgebiet von Grein an der Donau
Die Jubiläumsausstellung der Lebenshilfe-Werkstätte in Grein ist noch bis 30. September in Grein an der Donau zu sehen. Die 13 Stationen mit anregenden Texten können bei einem gemütlichen, barrierefreien Spaziergang entlang des rund zwei Kilometer langen Rundwegs besichtigt werden.
30.6.2021